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Eva aus Deutschland

Ein einmaliges Jahr in der youngCaritas Südtirol!

Gleich nach der Schule in die Uni – will ich das wirklich? Und: Was soll ich überhaupt studieren? Es wäre doch viel schöner, erst einmal andere Teile der Welt zu erkunden, etwas Praktisches zu tun, neue Erfahrungen zu machen und vielleicht auch noch eine neue Sprache zu lernen! Die Idee von einem Jahr Auszeit war geboren; bei meiner Recherche im Internet stieß ich auf den europäischen Freiwilligendienst und kurze Zeit später auf die Stellenausschreibung der youngCaritas in Bozen. Ich war mir sofort sicher: Da will ich hin!

Im September 2016 begann das Abenteuer für mich, Eva, 19 Jahre alt, aus Deutschland: Auf nach Italien! Nach Italien? Da war ich mich schnell nicht mehr so sicher. Die Provinz Südtirol ist zweisprachig und – wie meine bosnische Mitfreiwillige Maja manchmal fasziniert, manchmal leicht verzweifelt feststellt: „This is Austria!“ Andersherum hat mir aber genau das auch geholfen, mich sehr schnell einzuleben und heimisch zu fühlen.

Genauso toll war, dass in der Caritas ist das Arbeitsklima sehr entspannt und angenehm ist. Die anderen MitarbeiterInnen der youngCaritas hatten auch in stressigen Zeiten stets ein offenes Ohr für uns Freiwillige und waren, wann immer eine der drei europäischen Freiwilligen ein Problem hatte, darum bemüht, gemeinsam eine gute Lösung für alle zu finden.

Als ich mich auf die Stelle beworben hatte, dachte ich, dass ich regelmäßig mit Jugendlichen zu tun haben würde, tatsächlich verbringe ich jedoch die allermeiste Zeit bei der youngCaritas im Büro. Wie viel Büroarbeit hinter jedem einzelnen Projekt steckt, war für mich definitiv eine neue Erkenntnis, und gleichzeitig hätte ich nie gedacht, dass mir die Arbeit vor dem Computer so Spaß machen würde.

Ich wurde von den anderen stets mit spannenden Arbeitsaufträgen versorgt, wie die Recherche und das Schreiben von Broschüren zu Themen wie ‚Wasser‘ für das LaufWunder oder Handys (und warum man diese gerade wegen ihres Herstellungsprozesses vielleicht ein wenig kritischer betrachten sollte), mit denen ich mich vor meinem efd nie so intensiv beschäftigt hätte. Gleichzeitig hatten wir stets genug Raum für unsere eigenen Ideen (wie die Organisation einer Kleidertauschparty) und auch kleinere kreative Projekte sind Teil meines Arbeitsalltags! Neben der youngCaritas durften wir auch noch die Arbeit in einem Flüchtlingsheim kennenlernen und hatten die Möglichkeit, Sprachkurse für Migranten zu geben. Zwei absolute Highlights meines Dienstes waren, als Betreuerinnen mit in die Kinderferien der Caritas am Meer zu fahren, und am YOUropean- Projekt der youngCaritas Europa in Armenien teilnehmen zu dürfen!

 

Außerdem war es Teil meines Projekts, einen wirklich guten Italienisch- Sprachkurs zu besuchen. Ich wohne zusammen mit den beiden anderen europäischen Freiwilligen in demselben großen Haus im Zentrum Bozens, in dem die Büros der Caritas (auch unseres) untergebracht sind. Im vierten Stock ist die Mitarbeiterküche, die wir Freiwillige in unserem Alltag benutzen; im dritten und zweiten Stock, etwas abgelegen von den Büros, befinden sich unsere Zimmer mit eigenem Bad. In zwei Zwischenseminaren (eines in Rom, eines in Napoli) konnten wir zusammen mit anderen Freiwilligen aus aller Welt, die ihr efd in Italien ableisten, unseren Dienst reflektieren; genauso nutzten wir unsere Freizeit, um uns mit anderen Freiwilligen aus Bozen zu treffen und gemeinsam Südtirol und Italien zu erkunden.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich dank der youngCaritas ein erlebnis- und abwechslungsreiches, kurzum einmaliges Jahr hatte! Aber es ist noch nicht (ganz) vorbei! Ein letztes Abenteuer wartet noch auf mich: Die Sommeruniversität der französischen Caritas in Saint Malo.

 

 


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